„Harte Worte“ von Max Eberl: Bayern-Boss kritisiert Paul Wanner nach Sommer-Abgang
„Harte Worte“ von Max Eberl: Bayern-Boss kritisiert Paul Wanner nach Sommer-Abgang
München – 25. August 2025.
Bayerns Sportvorstand Max Eberl hat den jungen Mittelfeldspieler Paul Wanner nach dessen endgültigem Wechsel zum PSV Eindhoven scharf kritisiert. In einer seltenen öffentlichen Geste der Frustration stellte Eberl Wanners Einstellung und Bereitschaft infrage, sich beim Rekordmeister durchzusetzen – und bezeichnete den Wechsel als verpasste Chance.
Eberl nimmt kein Blatt vor den Mund
Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auftakt äußerte sich Eberl enttäuscht. Zwar stellte er Wanners fußballerisches Potenzial nicht infrage, doch seine Worte zeichneten das Bild eines Spielers, der nicht bereit war, sich der Herausforderung zu stellen.
„Wir wollen mit Spielern arbeiten, die an sich glauben und den Hunger haben, Bayern-Spieler zu werden. Das bedeutet, harte Schritte zu gehen. Und das erfordert Mut“, so Eberl.
„Wenn jemand seine Chance hier trotzdem nicht sieht, muss man das akzeptieren – aber es ist schade.“
Eberl ging noch weiter und deutete an, dass Wanner nicht erkannt habe, welche große Gelegenheit sich ihm bot. Angesichts der vielen verletzungsbedingten Ausfälle in der Offensive hätte ein entschlossener Spieler in die Bresche springen können. Stattdessen entschied sich Wanner für den Absprung.
Wanners Abschied ist fix
Der Wechsel von Paul Wanner zu PSV ist nun offiziell. Die Ablösesumme soll bei rund 15 Millionen Euro liegen – inklusive möglicher Bonuszahlungen. Zudem behält sich Bayern eine Rückkaufklausel vor – für den Fall, dass der Mittelfeldspieler in den Niederlanden durchstartet.
Wanner, der 2022 als jüngster Bundesliga-Debütant der Bayern Geschichte schrieb, war zuletzt an Elversberg und Heidenheim verliehen worden. Dort überzeugte er nur phasenweise – und konnte die Bayern-Bosse offenbar nicht endgültig von seiner Reife für das Profi-Niveau überzeugen. Sein fester Wechsel scheint bei Eberl einen empfindlichen Punkt getroffen zu haben.
Vom Supertalent zum Abgang
An Wanners Talent zweifelte niemand. Mit nur 16 Jahren stellte er einen Bundesliga-Rekord auf. Doch die hohen Erwartungen und das gnadenlose Leistungsumfeld beim FC Bayern könnten ihn zu dem Schritt bewogen haben, sich anderswo eine stabilere Entwicklung zu erhoffen.
Für Eberl liegt das Problem nicht im Transfer selbst – sondern in der Haltung, die dahintersteckt.
„Wir wollen nicht nur Spieler mit Qualität. Wir wollen Spieler mit dem Mindset, hier erfolgreich zu sein“, betonte er.
Was das für Bayern und Wanner bedeutet
Wanner wird nun versuchen, seine Karriere in der Eredivisie neu zu beleben. PSV bietet ihm voraussichtlich deutlich mehr Spielzeit und eine neue sportliche Perspektive. Für Bayern bleibt die Tür jedoch offen – dank Rückkaufklausel behält man die Kontrolle über einen möglichen Rückweg.
Trotzdem senden Eberls klare Worte eine eindeutige Botschaft: Talent allein reicht nicht beim FC Bayern. Glaube an sich selbst, Widerstandsfähigkeit und der Wille, dem Druck standzuhalten, sind genauso entscheidend.
Fazit
Paul Wanners Abgang mag aus seiner Sicht ein kluger Karriereschritt sein – doch beim FC Bayern hinterlässt er einen bitteren Nachgeschmack. Max Eberls „harte Worte“ spiegeln die Philosophie eines Klubs wider, der nicht nur Exzellenz erwartet, sondern auch das innere Feuer, das sie entfacht.
Für Wanner könnte Eindhoven der ersehnte Neuanfang sein. Für Bayern ist es eine Erinnerung daran, dass selbst größte Talente verloren gehen können, wenn die Einstellung nicht zum Anspruch des Vereins passt.
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